Kapitalbildende Lebensversicherung: Rendite und Zinsen

Kapitalbildende Lebensversicherung

Kapitalbildende Lebensversicherung im Überblick

Die Rendite und Gewinnchancen der Kapitalbildenden Lebensversicherung setzen sich aus den folgenden Elementen zusammen.

Zusammensetzung und Höhe der Rendite

  • Mindestverzinsung
  • Überschussbeteiligung
  • Kosten mindern die Rendite
  • Marktentwicklung

Mindestverzinsung

Trotz der genannten Risiken gilt die Kapitalbildende Lebensversicherung als konservative und sichere Anlagevariante. Die Kapitalbildende Lebensversicherung unterliegt dem Versicherungsaufsichtsgesetz, welches strenge Regelungen vorgibt. So gilt bundesweit eine Mindestverzinsung von 2,25 Prozent im Jahr.

Überschussbeteiligung und Gesamtrendite

Die Gesamtrendite wird durch die Mindestverzinsung und die erwirtschafteten Gewinne des Versicherungsträgers beeinflusst. Die Versicherungen sind verpflichtet, aus den Überschüssen mindestens 90 Prozent an die Kunden auszuzahlen, also diese den laufenden Verträgen gutzuschreiben. Daraus ergibt sich, über die Gesamtlaufzeit gerechnet, eine durchschnittliche Rendite von 4 bis 6 Prozent. Das erwirtschaftete Guthaben der Versicherer stammt aus den Investitionen am Markt, welche anteilig aus den Einlagen der Versicherten getätigt werden, es gibt daher keine Garantie für eine Überschussbeteiligung.

Gebühren und Kosten reduzieren Ihr Guthaben

Gemindert wird die Rendite durch Abschlussgebühren, Verwaltungskosten, eventuelle Provisionen und die Risikoabsicherung für den Todesfall. Alle Kosten der Versicherung gehen zu Lasten Ihrer Einlagen.

Renditeentwicklung absteigend

Wie der Map-Report 677-679 im Jahr 2008 festgestellt hat, sind die Renditen seit der Jahrtausendwende stetig gesunken. Dennoch wird die Kapitalbildende Lebensversicherung als Kombination aus Geldanlage und Risikoabdeckung aufgrund der relativen Sicherheit der Einlagen weiterhin empfohlen. Auch ist deren Rendite noch immer höher als die öffentlicher Anleihen oder bei Fondssparplänen. Ein Vergleich für das Jahr 2008 ergab für die Kapitalbildende Lebensversicherung mit 30-jähriger Laufzeit eine durchschnittliche Gesamtrendite von 6,3 Prozent, bei Fondssparplänen mit gleicher Laufzeit hingegen nur durchschnittlich 6,2 Prozent. Was auf den ersten Blick nicht so sehr ins Gewicht zu fallen scheint, wirkt sich über 30 Jahre Laufzeit dennoch in barem Geld aus. (Bei der Berechnung der Gesamtrendite für die Kapitallebensversicherung wurde die Rendite um die Beitragsanteile für den Todesfall bereinigt.)

Wie der Map-Report weiter berichtet, wirken einige Versicherungsträger den sinkenden Marktzinsen über ihre Verwaltungsgebühren entgegen. So sind diese in den 27 Jahren vor 2008 von durchschnittlich 7 Prozent um mehr als die Hälfte auf 3 Prozent gesunken.

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